Die Kurzatmigkeit gestern und Vorgestern hat mir keine Ruhe gelassen. In der Hausarztpraxis ist nichts los und es wird sofort ein EKG geschrieben (unauffällig) und Blutdruck gemessen (mit 135 zu 75 noch im Rahmen). Die Ärztin lobt mich für schnelles Handeln beim Bemerken einer körperlichen Veränderung. Das Leben hat es mich gelehrt! Ein kurzer, negativ ausfallender Bluttest, ob eine Herzmuskelentzündung vorliegen könnte, folgt und ich bin entlassen. „Schönen Urlaub!“ Danach zur Sicherheit Abklärung beim Kardiologen, aber das hat Zeit.
Anreise
12.20 Uhr geht’s mit dem Bus zum Bahnhof und von dort über Dortmund zum Flughafen Düsseldorf. Am Service-Haus in Hüsten musste der Bus auf zwei Jugendliche warten, die einen Spurt einlegten, um den Bus noch zu erwischen. Und dann steigen sie 500m später wieder aus und schlendern Richtung Neheim. Muss man nicht verstehen. Klassiker in Dortmund: Störung an einem Signal. Ausreichend Puffer vorhanden, der Flug geht erst um 17.45 Uhr. Auf der Zugfahrt von Dortmund nach Düsseldorf mache ich Bekanntschaft mit einer PR-Beraterin. Sie ist unterwegs nach Köln, ihr IC hatte einen Brand im Board-Bistro, sodass alle Passagiere in den RE umsteigen mussten. Gar nicht voll hier. Da sie Verwandtschaft in BC, Kanada hat, fliegt sie alle zwei Jahre hin. Die Zugfahrt vergeht dementsprechend wie im Flug.
Sicherheit geht vor
Bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen gibt es keine Schlange – dafür muss mein Rucksack nochmal untersucht werden. Die beiden Krimis, die ganz unten (!) liegen, melden einen verdächtigen Gegenstand, weil der Scanner die so nicht durchleuchten kann. Also alles raus 🤦🏼♀️ Packtaschen sei Dank ist auch alles schnell wieder drin.
Ich schlendere durch die Gegend und will Heidesand kaufen, 1.95€ erscheint mir sehr fair. Verkäuferin: „2,70€ bitte.“ Ich: „Öhm, da steht 1.95€?!“ – „Das sind 100g-Angaben.“ Also kaufe ich sie nicht und suche mir am Gate A50 ein Plätzchen zum Lesen.
Der Flug hat Verspätung, 17.50 Uhr beginnt das Boarding.
Lisboa
Ziemlich pünktlich gelandet. Meine Metro-Card funktioniert nicht mehr, ich muss eine neue kaufen. 50 Cent sind fair. Für 3,80 € kann ich in die Stadt und zurück fahren, ein Umstieg erforderlich. Der Eingang zum Hostel für durch einen Souvenirshop. Das ist etwas komisch, verhindert aber auch ungebetene Gäste. Man muss mehrmals Codes eingeben, bis man schließlich an den Zimmerschlüssel kommt. Alles ist sauber und ordentlich und obwohl mitten in der Stadt gelegen relativ ruhig. Ich beziehe mein Zimmer und schlendere durch das abendliche Lissabon.