Donnerstag, 16. Juli 2026

3.40 Uhr aufgestanden, 5.30 Uhr mit Christian nach Paderborn, bei der DPSG geparkt und mit dem Bulli mit Alexander, Christian, Katrin, Bernhard, Hansjörg und Marina nach Krimml zuden Bergexerzitien „Endlich darüber hinaus kommen“. Christian und Alexander wechseln sich beim Fahren ab, wir kommen gut voran. In Österreich an einem Rasthof will man 7 € für eine 0,2 l Cola haben. Nein Danke.

Krimml

In Krimml treffen wir auf Kathrin, Holger, Angela, Feli, und Michalo. Mit dem Taxibus geht es für 15,- € in 30 Minuten weiter zum Krimmler Tauernhaus auf 1.631 m Höhe. Gemeinsam mit Kathrin, Marina und Katrin teile ich mir ein Zimmer. Nach Hilfe durch eine Mitarbeiterin bekommen wir auch die Dachfenster zum Öffnen auf. Skiwasser zum Einstand.

Abendimpuls

Kurz vor der Abendrunde versucht Alexander vergeblich, sein Handy zu entsperren – um dann festzustellen, dass es das von Bernhard ist…

Ich habe den Abendimpuls und nutze dafür das Gedicht „Vorschlag“ von Günter Kunert. Dazu sollen alle ihre Ängste, Sorgen und Nöte auf Flying Wish Paper schreiben. Der Umschlag mit allen Zetteln wird in den nächsten Tagen von irgendjemandem getragen werden, damit es für andere leichter wird.

Ramme einen Pfahl
in die dahinschießende Zeit.

Durch Deine Hand rinnt der Sand
und bildet Formlosigkeiten,
die sogleich auf Nimmerwiedersehen
in sich selbst einsinken:
vertanes Leben.

Was Du nicht erschaffst, du
bist es nicht. Dein Sein, die Gleichung
nur für Tätigsein: Wie will denn
wer nicht Treppen zimmert
über sich hinausgelangen?
Wie will heim zu sich selber finden,
der ohne Weggenossen?

Hinterlass mehr als nur die Spur
deiner Tatze, das Testament
ausgestorbener Bestien, davon die Welt
übergenug schon erblickt.

Ramme einen Pfahl ein. Ramme
einen einzigen, einen neuen Gedanken
als geheimes Denkmal
deiner einmaligen Gegenwart
in den Deich
gegen die Flut.
http://www.rbreu.de/galerie/artandpoetry/html/vorschlag.html